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	<title>Donum Vitae Köln</title>
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	<description>Beratung und Unterstützung bei persönlichen Schwangerschaftsfragen und -entscheidungen</description>
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	<title>Donum Vitae Köln</title>
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		<title>Sexualpädagogische Arbeit mit Jungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[VitaeLeben]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 13:47:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sexuelle Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Durch die Unterstützung der Kirchengemeinde St. Theodor in Vingst haben wir die Möglichkeit, den Jungen und Mädchen der 7.+ 9.Klassen des Gymnasiums Kalk und der Katharina-Henoth-Gesamtschule in einem kleinen Gemeindesaal außerhalb der Schule ein spezielles Angebot zur Verfügung zu stellen. Wir alle sind dort Gäste und bekommen ein kostenloses Frühstücksbuffet angeboten. Gute Voraussetzungen, um in [&#8230;]</p>
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<p>Durch die Unterstützung der Kirchengemeinde St. Theodor in Vingst haben wir die Möglichkeit, den Jungen und Mädchen der 7.+ 9.Klassen des Gymnasiums Kalk und der Katharina-Henoth-Gesamtschule in einem kleinen Gemeindesaal außerhalb der Schule ein spezielles Angebot zur Verfügung zu stellen.</p>



<p>Wir alle sind dort Gäste und bekommen ein kostenloses Frühstücksbuffet angeboten.</p>



<p>Gute Voraussetzungen, um in angenehmer Atmosphäre sich auf ein aufregendes Thema einzulassen. Geschlechter getrennt arbeiten meine Kollegin Frau Reichenbach mit den Mädchen und ich mit den Jungen.</p>



<p>Die Entscheidung, Jungen und Mädchen getrennt zu unterrichten, kommt deren Bedürfnissen sehr entgegen. Ohne die Bewertungen des jeweils anderen Geschlechts können wir in den gleichgeschlechtlichen Gruppen einfacher miteinander ins Gespräch kommen. Die Workshops sind von Toleranz und Respekt geprägt.</p>



<p>Die Faktoren Geschlecht und Herkunft spielen in unserer Arbeit bei der methodischen Umsetzung eine wichtige Rolle. Eine stimmige eigene Identität auszubilden schützt vor Risiken und Gefahren und schafft ein gutes Selbstwertgefühl.</p>



<p>Welche Erfahrungen konnten die überwiegend migrantischen Jungen durch mein methodisches Vorgehen in einer reflektierten geschlechtshomogenen Gruppe machen?</p>



<p>Mein Angebot:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>schafft einen Schutzraum vor den Bewertungen der andersgeschlechtlichen Gruppe</li>



<li>kann auf die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe besser eingehen (Wunsch nach Bewegung, Action und Spaß)</li>



<li>schafft schneller untereinander Offenheit, damit auch persönliche Themen besprochen werden können (z.B.: Treue, Heirat, Homosexualität, Eifersucht)</li>



<li>fördert Verhaltensweisen, die sonst häufig der andersgeschlechtlichen Gruppe zugeordnet werden (z.B.: trösten, zuhören)</li>



<li>bietet Zeit für die Themen rund ums eigene Geschlecht (biologische Fakten, Penis, Vorhaut, Hoden, Prostata + Geschlechtskrankheiten)</li>



<li>ermöglicht Rollenvielfalt und schafft einen reflektierten Blick auf das eigene</li>
</ul>



<p>Geschlecht vor dem Hintergrund unterschiedlicher Biografien</p>



<p>Herausforderungen</p>



<p>Das Wissen über Sexualität ist bei den Jungen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Und auch der Umgang der Jungen zeigt sehr unterschiedliche Verhaltensweisen. Gleichzeitig gibt es Jungen mit „obercoolem Machoverhalten“ bis „ruhige und unscheinbare“ Jungen.</p>



<p>Einige wenige Jungen sehen sich einem starkem Druck ausgesetzt, den religiösen oder kulturellen Normen einer oft sehr „konservativen“ Umgebung zu entsprechen.</p>



<p>Für mich ist wichtig, offen den Jungen gegenüber zu treten, dann spiegelt sich diese Toleranz nach meiner Erfahrung auch in der Gruppe.</p>



<p>Methoden</p>



<p>Der methodische Einstieg mit „Fragekarten“ am Anfang der sexualpädagogischen Einheit macht deutlich, dass es ganz viele Fragen rund um das Thema Sexualität gibt.</p>



<p>Bei so vielen Fragen ist es gut zu wissen, dass ich als „Doktor Sommer“ jede Frage ernst nehme und beantworte.</p>



<p>Beim „Liebespass“ geht es in Kleingruppen spielerisch um die Themenbereiche:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Körper</li>



<li>Lust</li>



<li>Kondom &amp; Co</li>



<li>Beziehungsweisen</li>



<li>Risiken &amp; Gefahren</li>
</ul>



<p>Hier kann jede Kleingruppe ihr Wissen testen bzw. Aktionsaufgaben lösen.</p>



<p>Die Lust am Spiel und das Lösen der Aktionsaufgaben machen Spaß. Gleichzeitig lernt jede Kleingruppe sich gut abzusprechen, denn nur dann, wenn ich alle aus dem Team mit einbeziehe, kommen wir weiter!</p>



<p>Erfolge</p>



<p>Polarisierungen überwinden!</p>



<p>Diese besondere Atmosphäre der Jungengruppen schafft Offenheit und führt dazu, dass Haltungen und Einstellungen der Jungen kontrovers diskutiert werden können. Die Aufarbeitung von Vorurteilen gegen „die Deutschen“ oder „die Türken“ machen deutlich, wie wenig hilfreich dies im Umgang der Jugendlichen untereinander ist.</p>



<p>Es geht darum, aus den Potenzialen der „kulturellen Bindung“ und der „kulturellen Lösung“ eine eigene stimmige Identität aufzubauen.</p>



<p>Bei den Fragen der Identität, Partnerschaft, Zukunftsplanung/Elternschaft ist eine gute Kommunikation entscheidend. Die Jugendlichen erkennen: ein Austausch über Unsicherheiten ist sinnvoll, und er gelingt dann besser, wenn ich mir über meine eigenen Gefühle und Bedürfnisse im Klaren bin und ich diese auch formulieren kann.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Theo Brocks </strong><br>Sexualpädagoge</p>
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		<title>Sei ganz Du selbst &#8211; Aufklärung macht Mädchen stark</title>
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		<dc:creator><![CDATA[VitaeLeben]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 13:44:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sexuelle Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch im vergangenen Jahr hatte ich als Sexualpädagogin wieder die Möglichkeit für donum vitae köln viele wunderbare Projekte für Mädchen und Frauen in Köln anzubieten. Durch die großartige Unterstützung der Kirchengemeinde St. Theodor konnten wöchentliche Projekttage im Gemeindezentrum HöVi für die dort ansässige Gesamtschule, so wie für das Gymnasium in Kalk angeboten werden. Darüber hinaus [&#8230;]</p>
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<p>Auch im vergangenen Jahr hatte ich als Sexualpädagogin wieder die Möglichkeit für donum vitae köln viele wunderbare Projekte für Mädchen und Frauen in Köln anzubieten. Durch die großartige Unterstützung der Kirchengemeinde St. Theodor konnten wöchentliche Projekttage im Gemeindezentrum HöVi für die dort ansässige Gesamtschule, so wie für das Gymnasium in Kalk angeboten werden.</p>



<p>Darüber hinaus konnten wir ebenfalls regelmäßige Workshops für die Förderschule Kalk anbieten.</p>



<p>An allen Schulen gibt es einen hohen Bedarf an Unterstützung und unsere Arbeit wird dankbar angenommen und geschätzt.</p>



<p>Doch nicht nur Schulen bitten uns um Unterstützung. Bereits im zweiten Jahr leite ich das sexualpädagogische Projekt für Frauen in der JVA, welches auch von den erwachsenen Frauen sehr gut angenommen wird. Eine Vorbereitung auf ein stabiles Leben nach der Haft steht hier natürlich stets im Vordergrund.</p>



<p>Auch ein weiteres Projekt in einem Wohnheim für Mädchen findet mittlerweile regelmäßig statt.</p>



<p>Zu Beginn einer jeden Veranstaltung werden Regeln festgelegt. Es gibt Vereinbarungen zwischen den Mädchen und mir, wie wir den gemeinsamen Vormittag gestalten wollen. Eine besonders wichtige Zusicherung gebe ich den Mädchen stets vorweg: ich habe eine Schweigepflicht. Denn genau dies macht für Jugendliche einen enormen Unterschied zu dem klassischen Aufklärungsunterricht in den Schulen aus. Ich bin keine Lehrerin und stehe in der Regel nicht im Kontakt mit den Eltern. Die Mädchen dürfen „peinliche“ und unangenehme Fragen stellen, ohne Angst haben zu müssen, dass diese womöglich mit den Eltern beim Elternsprechtag besprochen werden. Als externer Anbieter sehen die Jugendlichen uns nur sehr selten; wir sind nicht in ihren täglichen Schulalltag integriert und können als „Vertrauensperson“ eine positiv besetzte Rolle anbieten.</p>



<p>Eine besonders große Herausforderung in unserer Arbeit ist die Unterschiedlichkeit der Mädchen: unterschiedliche Herkunft der Familien und religiöse Haltungen tragen im Wesentlichen dazu bei, wie die Haltung der Kinder zu den Themen Liebe, Freundschaft und Sexualität aussieht.</p>



<p>Rollenbilder entstehen durch vorgelebtes Verhalten, und die Kinder kommen aus unterschiedlichsten Lebenswelten.</p>



<p>So ergeben sich vielfache Fragen zur Selbstbestimmung, „meine Rolle als Frau“, Partnerschaft, Liebe und Körperwissen.</p>



<p>Die Mädchen haben viele Fragen dazu, wie ein „richtiges Mädchen“ eigentlich sein soll, wie es sich verhalten und aussehen soll.</p>



<p>Botschaften, die Jugendliche tagtäglich zu hören bekommen, sind oftmals konfus und schaffen ein hohes Maß an Unsicherheiten.</p>



<p>Beispiele von Fragen der Jugendlichen:</p>



<p>&#8211; Wer darf darüber entscheiden, wen ich einmal heiraten will?</p>



<p>&#8211; Dürfen mir meine Eltern verbieten, einen Freund zu haben?</p>



<p>&#8211; Mit wem kann ich darüber sprechen, wenn ich zum ersten Mal meine Periode kriege?</p>



<p>&#8211; Darf ich aus religiösen Gründen keine Tampons benutzen?</p>



<p>&#8211; Wie gehe ich damit um, wenn ich einmal Liebeskummer habe? Ist es nicht besser, dann lieber nie einen Freund zu haben, damit ich nicht verletzt werden kann?</p>



<p>&#8211; Ist mein Körper so okay, wie er ist?</p>



<p>&#8211; Ist es schlimm, wenn ich mich gar nicht für Jungs interessiere? Und was ist, wenn ich merke, dass ich ein Mädchen liebe?</p>



<p>&#8211; Was ist ein „Jungfernhäutchen“ und warum soll das so wichtig sein?</p>



<p>Die Themen werden von uns altersspezifisch ausgewählt. So besprechen wir mit den jüngeren Jahrgängen ausführlich das Thema Pubertät und alles, was dazu gehört. Verschiedene Hygienemittel werden ausgeteilt und vorgeführt, so dass die Mädchen im Umgang mit dem eigenen Körper Scham und Unsicherheiten abbauen können.</p>



<p>Mit den älteren Jugendlichen ist ein zentrales Thema die Verhütung und das Wissen über sexuell übertragbare Krankheiten (STI).</p>



<p>Mein Anliegen ist es, den Mädchen mit „Rat und Tat“ zur Seite zu stehen, mit einer empathischen Grundhaltung eine vertrauensvolle Atmosphäre zu bieten und ihnen den Raum zu geben, mit ihren Ängsten und Unsicherheiten nicht allein sein zu müssen.</p>



<p>Sie sollen Fragen stellen und Dinge ausprobieren, ihren Blick für Neues öffnen und sich in ihrer ganz eigenen persönlichen Rolle wohlfühlen.</p>



<p><a></a>Und es soll jedem Mädchen völlig selbstverständlich sein, dass jeder über seinen eigenen Körper selbst bestimmen darf!</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Annabell Sofie Reichenbach</strong><br>Sexualpädagogin</p>



<p></p>
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		<title>Die starke Kraft des Wortes und die Wirkung in der Beratung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[VitaeLeben]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 13:42:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindsverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Konfliktberatung und Abbruch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu uns kommen überwiegend Menschen in die Beratung, die Krisen durchleben und die in einem sehr schlechten seelischen, emotionalen und oft auch körperlichen Gesundheitszustand sind. Es können Frauen und Paare in einem Schwangerschaftskonflikt sein oder nach dem Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft. Es sind auch Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch. Es sind Frauen und Paare [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zu uns kommen überwiegend Menschen in die Beratung, die Krisen durchleben und die in einem sehr schlechten seelischen, emotionalen und oft auch körperlichen Gesundheitszustand sind. Es können Frauen und Paare in einem Schwangerschaftskonflikt sein oder nach dem Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft. Es sind auch Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch. Es sind Frauen und Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch, dabei oftmals Frauen, die nach einer Kinderwunschbehandlung schwanger wurden, aber die Schwangerschaft, auch wiederholt, nicht halten konnten. Es betrifft ebenso Frauen, die eine große Liebe verloren haben, die betrogen, verraten und verlassen wurden oder solche, die sich von einem Lebenstraum verabschieden mussten.</p>



<p>Ich möchte drei Beispiele nennen.</p>



<p>Das Ehepaar A. kommt zur Beratung nach einer sogenannten „stillen Geburt“. Vor einer Woche wurden ihre Zwillinge in der 20. Woche geboren. Der Junge war bereits seit einigen Wochen tot im Mutterleib, das Mädchen war noch ganz lebendig, aber durch die vorzeitigen starken Wehen konnte die Schwangerschaft nicht mehr aufrecht erhalten werden. Beide Kinder kamen durch eine natürliche Geburt zur Welt, das Mädchen lebte noch 15 Minuten und verstarb dann ebenfalls in den Armen der Eltern.</p>



<p>In einem anderen Fall ruft der Arzt einer Kinderwunschklinik an und sagt: „Frau Kitte, Sie müssen unbedingt sofort Frau B. aufnehmen. Sie ist hier gerade psychisch kollabiert, nachdem ich ihr sagen musste, dass sie definitiv aus medizinischer Sicht nicht schwanger werden kann, auch wenn sie noch so viele Versuche unternehmen würde“.</p>



<p>In den folgenden Beratungsgesprächen wird der Klientin Zeit und Raum gegeben, ihren dringenden Kinderwunsch zu äußern und die Nichterfüllung dieses Traumes zu betrauern. Gemeinsam mit ihrem Partner suchen wir nach einer anderen Sinnhaftigkeit in ihrem Leben.</p>



<p>Frau C. kommt zu mir in die Beratung. Sie hatte mehrere Fehlgeburten in der frühen Schwangerschaft. Sie ist schon 42 Jahre alt. Das Schlimmste ist, dass ihre gesamte Familie sie wegen ihrer Kinderlosigkeit stigmatisiert. In ihrem Kulturkreis sind Kinder unverzichtbar. Wer keine Kinder bekommen kann, muss etwas Schlimmes getan haben, muss gesündigt haben. Sie wird komplett geschnitten, man will nichts mehr mit ihr zu tun haben und man hetzt sogar den Ehemann gegen seine Frau auf und fordert ihn auf, sich eine andere Frau zu nehmen. Das Selbstwertgefühl dieser Frau ist gleich null und es kommen ganz reale Existenzängste dazu.</p>



<p>Alle diese Frauen und Paare sind durch das Erlebte in eine schwere Krise geraten, die sie allein nicht bewältigen können.</p>



<p>Wie kann es in der Beratung gelingen, diese Menschen wieder aufzurichten, ihnen wieder Mut zum Leben zu machen?</p>



<p>Sie kommen in der Hoffnung zu uns, dass wir ihnen helfen, aus dieser Krise herauszufinden.</p>



<p>Wir Beraterinnen können die Probleme, die Verluste der Vergangenheit und die Ängste nicht ungeschehen machen. Aber wir können gemeinsam mit den Frauen und Paaren herausfinden, wie sie anders darauf schauen und alles Erlebte besser in ihr Leben integrieren können.</p>



<p>Das nennt man auch lösungsorientiertes Arbeiten. Das geht nur, indem man klar benennt, dass alles, was im Leben eines jeden Menschen geschieht, unweigerlich zu seinem Leben auf immer und ewig dazugehört. Nichts ist wieder rückgängig zu machen und jeder muss lernen, damit zu leben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Verlorene Lebensträume</h3>



<p>In der Beratung gehen wir deshalb nicht so sehr auf das Problem ein. Denn das kann niemand einfach auslöschen. Ich kann keiner Frau eine Schwangerschaft beschaffen, aus der am Ende auch ein gesundes Kind hervorgeht. Ich kann nicht die Fehl-, Früh- oder Totgeburt(en) ungeschehen machen. Ich kann nicht die verlorenen Lebensträume, die gescheiterten Beziehungen wieder gut machen. Aber ich kann helfen, neue Ziele zu formulieren und neue Wege aufzuzeigen.</p>



<p>Und ich kann ihr zeigen, wie sie anders auf sich schaut, nämlich in erster Linie liebevoll und wertschätzend. Und das kann gelingen, indem ICH liebevoll und wertschätzend auf sie blicke und sie auch mit entsprechenden Worten wieder aufrichte, ihr Mut mache zu einem neuen, anderen Leben und neue Handlungsoptionen mit ihr entwickle.</p>



<p>Ich ermutige sie vor allem, das eigene Verhalten zu überdenken, sozusagen liebevoll kritisch mit sich umzugehen und sich zu sagen: Mit all dem, was in deinem Leben geschehen oder aber nicht geschehen ist: DU bist wertvoll, DU bist es wert, geliebt und geachtet zu werden und dich selbst und andere zu lieben!</p>



<p>Ich ermutige die Klientin vor allem, ihre Selbstbestimmung über sich wiederzuerlangen, indem sie aus einer passiven und lähmenden Ohnmacht in die aktive Auseinandersetzung geht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Du wirst ernst genommen</h3>



<p>All dies geschieht in der Beratung hauptsächlich durch Worte, Worte, die Mut machen und Wege aufzeigen, aus der Hölle herauszukommen, in der sie oftmals schon lange gefesselt sind. Und es sind Worte, die behutsam gewählt werden müssen, die eine ungeheure Kraft haben, weil sie dem Gegenüber deutlich machen: Du wirst hier so angenommen, wie du bist, du wirst ernst genommen und du darfst endlich einen Teil deiner Last abgeben.</p>



<p>Und tatsächlich bin ich immer wieder überrascht, wie es mit Worten gelingen kann, die Menschen in ihrem Leid wieder aufzurichten. Und ich bin froh, wenn ein Mensch weinend und vor Kummer gebeugt in die Beratung gekommen ist und am Ende mit erhobenem Kopf, vielleicht sogar mit einem Lächeln, die Beratungsstelle wieder verlässt.</p>



<p>Ich bin immer sehr dankbar, wenn mir die richtigen Worte einfallen, die von den Klientinnen auch angenommen werden können und die vor allem nachhaltig wirken und etwas verändern können. Dann denke ich: Deine Arbeit lohnt sich.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Claudia Kitte-Fall</strong><br>Beraterin</p>
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		<title>Als Mann in der Konfliktberatung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[VitaeLeben]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 13:39:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konfliktberatung und Abbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerenberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Verhütungsberatung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Studium der Sozialen Arbeit ist die 80-tägige Praxisphase im fünften Fachsemester ein wichtiger Bestandteil des Lehrplans. In vorangegangenen Semestern erlernte Theorien, Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit sollen nun durch Praxiserfahrungen vertieft werden. Im besten Fall werden erste Inspirationen für das spätere Berufsleben gesammelt. So entsteht ein gewisser Druck, eine möglichst interessante und passende [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Studium der Sozialen Arbeit ist die 80-tägige Praxisphase im fünften Fachsemester ein wichtiger Bestandteil des Lehrplans. In vorangegangenen Semestern erlernte Theorien, Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit sollen nun durch Praxiserfahrungen vertieft werden. Im besten Fall werden erste Inspirationen für das spätere Berufsleben gesammelt. So entsteht ein gewisser Druck, eine möglichst interessante und passende Einrichtung zu finden. Durch verschiedene Seminare bin ich auf die Schwangerschaftskonfliktberatung gestoßen. Sofort war mein Interesse geweckt. Nach einer genaueren Auseinandersetzung mit den vielfältigen Themen der Schwangerenberatung wusste ich, dass ich durch diese Arbeit am meisten Eindrücke für meinen weiteren Werdegang sammeln kann.</p>



<p>Anfangs habe ich mir Gedanken gemacht, wie die Situation als Mann in der Schwangerschaftskonfliktberatung wohl werden wird. Bis heute ist die Reaktion der meisten Leute, denen ich von meiner Praktikumsstelle erzähle, erst einmal Verwunderung oder gar Skepsis. Oft werde ich gefragt, wie es denn sei als Mann in der Beratung, ob es nicht eher ungewöhnlich ist und ob die Klientinnen nicht verschlossen auf einen Mann reagieren. Mittlerweile kann ich all diese Fragen mit einem klaren „Nein“ beantworten.</p>



<p>Offensichtlich gibt es schon einen natürlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern im Erleben einer Schwangerschaft. Allein von der drastischen körperlichen Veränderung, die die Schwangerschaft mit sich bringt, ist direkt nur die werdende Mutter betroffen. Männer haben hingegen keinen Berührungspunkt mit Schwangerschaften, den sie am eigenen Körper erfahren. Auch durch hormonelle Veränderungen sind Männer, wenn überhaupt, nur indirekt betroffen. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch das emotionale Erleben einer Schwangerschaft bei Männern anders ist als bei Frauen.</p>



<p>Hinzu kommt eine „gemachte“ Ungleichheit. Bei einem Blick auf die gängigen Verhütungsmittel wird deutlich, dass Verhütung hauptsächlich ein der Frau überlassenes Thema ist. Nicht nur die Wahl des Verhütungsmittels obliegt der Frau, sondern auch das Ertragen der Nebenwirkungen. Hinzu kommen beträchtliche Kosten. Aussagekräftig ist auch das ungleiche Verhältnis durchgeführter Vasektomien gegenüber durchgeführten Sterilisationen.</p>



<p>Eine Verortung der Verhütung als Thema, primär Frauen ansprechend, bedingt ebenfalls eine ungleich verteilt empfundene Verantwortung für ungeplante Schwangerschaften. Funktioniert das gewählte Verhütungsmittel nicht, so wird vor allem die Frau für einen Fehler verantwortlich gemacht. Dies bedingt unter anderem auch den Umgang mit einem Schwangerschaftsabbruch. Nicht nur körperliche, sondern auch psychische Folgen hat die Frau zu bewältigen. Die sehr häufige Einstellung des Partners „Egal wie du dich entscheidest, ich stehe hinter dir.“ nimmt der Frau nichts an Verantwortung ab. Ganz im Gegenteil, der Mann kann durch das Nichtentscheiden seine Verantwortung abgeben und sich gleichzeitig hinter der Aussage, unterstützen zu wollen, zurückziehen. Die Entscheidung und deren Folgen trägt die Frau. Allein. Eine klare Haltung von Männern in der Schwangerschaft, vor allem auch im Schwangerschaftskonflikt ermöglicht hingegen eine gemeinsame Bewältigung der Anforderungen.</p>



<p><a></a>Diese Darstellung ist natürlich stark gekürzt und bei weitem nicht so ausdifferenziert, wie sie sein müsste. Aber dennoch zeigen die Beispiele einen Handlungsbedarf. Differenzen, die durch die Sozialisation in unserer Gesellschaft entstehen und nicht selten von hierarchischen Strukturen geprägt sind, müssen als solche erkannt, hinterfragt und dekonstruiert werden.</p>



<p>So kann auch die Wahrnehmung der Rolle von Männern in der Schwangerschaft verändert werden.</p>



<p>Eine Wahrnehmung entfernt von einem klassischen hegemonialen Bild der Männlichkeit ermöglicht unter anderem auch einen Blick auf emotionale Belange des Mannes, die so sonst nicht berücksichtigt würden. Die Rolle in der Schwangerschaft würde dem Mann gerecht werden. Nun ist sie mehr als nur die einer „Randperson“, was natürlich auch wiederum mehr Verantwortung für den Mann nach sich zieht.</p>



<p>Meine Erfahrung der letzten fünf Monate ist, dass es nicht ungewöhnlich oder gar „komisch“ ist, als Mann in der Schwangerschaftskonfliktberatung zu arbeiten. Nur sehr selten wollte eine Klientin nicht, dass ich an dem Beratungsgespräch teilnehme. Es hat mir gezeigt, dass das Thema Schwangerschaft und viele dadurch entstehende Anforderungen Frauen sowie Männer betreffen. Ein Umgang mit eben diesen Themen als Mann ist darum meines Erachtens nicht ungewöhnlich, sondern schlicht natürlich und notwendig.</p>



<p>Die Vermutung, möglichst viele Erfahrungen, sowohl für meine persönliche Einstellung als auch für meine Haltung als Sozial Arbeiter zu sammeln, kann ich jetzt nur bestätigen. In den fünf Monaten konnte ich eine sehr spannende und abwechslungsreiche Arbeit in einem begeisternden Team miterleben und viel mehr Impressionen sammeln, als ich es mir zu Beginn vorgestellt habe. Für diese inspirierende Zeit bin ich sehr dankbar.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Stefan Schumacher, Praktikant</strong></p>



<p></p>
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		<title>Trauer ist auch Liebe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[VitaeLeben]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 13:38:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In unserer Arbeit gibt es immer wieder auch schwierige Themen. Eins davon ist das Thema Trauer. Der Tod ist oft noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Etwas, worüber wir nicht gerne sprechen. Bei uns ist Trauer und Tod dann Thema, wenn eine Frau eine Fehl-, Spät- oder Totgeburt erlitten hat, wenn das Kind früh verstorben [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In unserer Arbeit gibt es immer wieder auch schwierige Themen. Eins davon ist das Thema Trauer. Der Tod ist oft noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Etwas, worüber wir nicht gerne sprechen. Bei uns ist Trauer und Tod dann Thema, wenn eine Frau eine Fehl-, Spät- oder Totgeburt erlitten hat, wenn das Kind früh verstorben ist oder wenn eine Frau mit der Entscheidung zu einem Schwangerschaftsabbruch nicht zurechtkommt. Auch diese Themen sind oft noch tabuisiert. Womöglich liegt die Ursache darin, dass dabei der Anfang und das Ende eines Lebens nah beieinander liegen.</p>



<p>Die Frage, die sich dabei immer stellt, ist, was ist Trauer eigentlich? Wie gehe ich damit um? Wie kann ich weiter leben?</p>



<p>Der Trauerprozess hängt davon ab, welche Gefühle die werdenden Eltern für das Kind in der Schwangerschaft und danach gehabt haben und was die Schwangerschaft bzw. das Kind für die Mutter und den Vater bedeutet hat. Was hat die Schwangerschaft und die Erwartung, mit diesem Kind zu leben, der Mutter und dem Vater gegeben?</p>



<p>Wie viel Glück, Erfüllung und lebensnotwendige Bestärkung hat die Schwangerschaft und die Erwartung auf ein Leben mit diesem Kind in das Leben des Vaters und der Mutter gebracht? Wie viel Konflikthaftigkeit, Enttäuschung und betrogene Hoffnungen verbinden die jeweiligen Elternteile mit der Schwangerschaft und dem zu erwartenden Kind?</p>



<p>Der Schmerz über den Verlust ist so stark, weil bereits Liebe existiert hat und immer noch existiert. Die Trauer ist oft umso intensiver, je intensiver die Bindung, die Gedanken, Pläne, inneren Bilder, der Kinderwunsch und die Liebesfähigkeit zum Kind war. Somit ist die Trauer der schmerzende Teil der Liebe.</p>



<p>Wenn nun eine Frau, ein Mann oder das Paar gemeinsam vor mir sitzt, was kann ich als Beraterin tun? Das Wichtigste ist immer zuerst: Zuhören und der Trauer Raum geben. Oftmals wird in unserer Gesellschaft nicht über den Tod gesprochen, da die meisten Menschen sich bei dem Thema unwohl fühlen. Aber das ist meist nicht im Sinne der Trauernden. Aus diesem Grund geben wir dem Schmerz der Trauernden Platz in unserer Beratung.</p>



<p>Häufig schließt sich in Trauerprozessen die Frage an, was ist nun erlaubt? Wie trauere ich richtig? Ich hatte ein Paar in der Beratung, welches eine schwer kranke Tochter bekommen hat. Sofort nach der Geburt stand fest, dass die Tochter nur wenige Tage leben wird, aber es war nicht absehbar, wie lange. Das Paar konnte die Tochter im Krankenhaus besuchen, aber nicht mit nach Hause nehmen. Eines späten Abends &#8211; 12 Tage nach der Geburt &#8211; kam der Anruf, dass die kleine Natalie gestorben ist. Das Paar hat damit bereits gerechnet und war schon im Trauer- und Abschiedsprozess. Nun war die Nachricht da, und sie wussten zunächst nicht, was sie jetzt machen sollen. Gerade haben sie noch ferngesehen und im nächsten Moment ist ihre Tochter tot. Jetzt weiter fernsehen, fühlte sich falsch an. Ihrer Tochter gedenken? Sie taten seit Tagen und vor allem Nächten nichts anderes als über den Tod ihrer Tochter nachdenken. Im Gespräch stellten sie mir die Frage, ab wann man wieder lachen dürfte. Sie fragten sich, ob sie schlechte Eltern sind, wenn sie mal wieder über etwas lachen.</p>



<p>Solche Fragen und noch andere gehen trauernden Eltern in dieser Situation durch den Kopf, und nur zu gern hätten die Eltern ein Patentrezept, wie man richtig trauert und wie man diesen Schmerz wieder abstellen kann.</p>



<p>Genau das ist auch der nächste Schritt, den ich als Beraterin in diesen Momenten anspreche: Trauer ist ein Prozess. Das geht nicht von heute auf morgen vorbei. Vor allen Dingen geht jeder Mensch unterschiedlich mit seiner Trauer um. Niemand kann einem vorschreiben, wie es einem in diesem Moment gehen muss oder soll. Dass Trauer nun mal ein Prozess ist und Zeit braucht, müssen wir Menschen akzeptieren.</p>



<p>Wenn Sie das hier lesen, klingt das wahrscheinlich recht eindeutig, doch Trauernde sind in einem Ausnahmezustand. Sie befinden sich in einer Art Blase, wo alles anders durchdringt und klares Denken oftmals nicht möglich ist. Klares Denken muss in solchen Situationen aber auch vorerst nicht möglich sein. Emotionen wollen ausgelebt werden.</p>



<p>Wenn die Eltern das annehmen können, kommt häufig schon eine Erleichterung. Das oben erwähnte Paar sagte mir nach der Beratung, dass es schön war zu hören, dass ihre Art zu trauern schon ganz richtig ist. Dass sie sich nicht schämen müssen, wenn sie wieder auch fröhliche Momente haben.</p>



<p>Ich versuche den Trauernden oft eine andere Perspektive zu zeigen. Sie haben einen großen Verlust erlitten, ob sie es selbst entschieden haben oder nicht. Nichtsdestotrotz bleiben sie ein Vater und eine Mutter. Was würde sich das Kind für sie wünschen? Ich bin der Überzeugung, dass jedes Kind möchte, dass seine Eltern glücklich sind. Es würde nicht wollen, dass sich die Eltern schuldig fühlen oder dass sie versuchen, ihren Schmerz zu unterdrücken.</p>



<p>Oftmals stellt sich in solchen Situationen auch die Frage, wie Abschied genommen wurde. Da hier der Beginn und das Ende eines Lebens so nah beieinander liegen, geht es oft recht schnell und manche hatten keine Gelegenheit zum Abschied. Dann gehe ich hin und schaue, ob es nicht noch ein Ritual oder eine andere Möglichkeit gibt, wie sich die Eltern bewusst verabschieden könnten.</p>



<p>Manche schreiben einen Brief an das verstorbene Kind oder schreiben über ihre Gefühle. Wiederum andere malen Bilder oder basteln (z.B. Erinnerungsbuch, -kiste) oder stellen sich Symbole, die für ihr Kind stehen, in der Wohnung auf. Manche zünden bspw. eine Kerze an, immer wenn sie ihres verstorbenen Kindes gedenken wollen.</p>



<p>Das besagte Paar hat sich zum Beispiel dafür entschieden, einen Brief an seine Tochter zu schreiben und diesen mit der Tochter verbrennen zu lassen. Ihre Asche wollten sie dann in ihrem Heimatland verstreuen. Ein perfektes Ritual gibt es hier allerdings auch nicht. Manchmal fühlt sich etwas ganz anderes passend an. Eine Frau, die eine Fehlgeburt erlitten hat, hat sich auch mit mir zusammen in der Beratung ein für sie passendes Abschiedsritual überlegt: Sie gärtnert so gern. Am meisten liebt sie ihre Sonnenblumen. Sobald die erste Blume blüht, möchte sie eine kleine Blüte abreißen und im Winde an ihrem Lieblingsort davon fliegen lassen. So wie ihr Kind nur kurze Zeit bei ihr war und irgendwie auch vom Winde verweht ist.</p>



<p><a></a>Das, was die Klienten in solchen Momenten benötigen, ist sehr individuell, und so versuche ich auch die Beratung zu gestalten. Dabei versuche ich auch immer auf die bereits vorhandenen Ressourcen der Klientinnen einzugehen. Was/wen erleben sie als hilfreich? Von wem fühlen sie sich unterstützt? Was wünschen Sie sich für die nächsten Tage? Was hält und tröstet sie? Was gibt Ihnen die Kraft durchzuhalten? Was stellen sie sich vor, könnte ihr Kind Ihnen wünschen? An diesen Fragen lässt sich erkennen, dass die Antwort die Klienten selbst in sich tragen. Manchmal muss man ihnen nur die richtigen Impulse geben und ihnen zuhören.</p>



<p>Denn wie bereits beschrieben: Trauer ist auch Liebe.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Elena Peters</strong></p>



<p class="has-text-align-right">Beraterin</p>



<p></p>
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		<title>Im Berufsalltag wieder angekommen</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 13:36:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Über uns]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 1. April 2019 habe ich nach einer längeren Auszeit meine Arbeitstätigkeit bei der Beratungsstelle donum vitae Köln e.V. wieder aufgenommen. Vor diesem ersten Tag stellte ich mir die Frage: Was wird mich erwarten? Wie geht es den Kolleginnen? Gab es z.B. durch neue gesetzliche Bestimmungen Änderungen in den Aufgabengebieten. Was gibt es an fachlichen [&#8230;]</p>
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<p>Am 1. April 2019 habe ich nach einer längeren Auszeit meine Arbeitstätigkeit bei der Beratungsstelle donum vitae Köln e.V. wieder aufgenommen.</p>



<p>Vor diesem ersten Tag stellte ich mir die Frage: Was wird mich erwarten? Wie geht es den Kolleginnen? Gab es z.B. durch neue gesetzliche Bestimmungen Änderungen in den Aufgabengebieten. Was gibt es an fachlichen Inputs? Mit diesen Gedanken und mit ein wenig Aufregung begann mein erster Arbeitstag.</p>



<p>Und es verlief alles zufriedenstellend. Es lag für mich eine Mappe bereit, in der alle wichtigen Informationen zusammengestellt waren. Im Nachgang wurde mir deutlich, dass die Arbeitsstrukturen sich nicht wesentlich geändert haben. Die aus 33 Berufsjahren resultierende Routine &#8211; davon 19 Jahre bei donum vitae Köln e.V. &#8211; stellte sich schnell wieder ein. Somit war ich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wieder in meinem Berufsalltag angekommen.</p>



<p>In den Arbeitskreisen und Fachkonferenzen, an denen ich regelmäßig teilnehme, ist inzwischen ein Generationswechsel in den Beratungsstellen sichtbar. Die sog. „älteren Kolleginnen“, die mit mir gestartet sind, gehen in Rente.</p>



<p>Kurzer Bericht aus der Beratungsarbeit:</p>



<p>Weltweit gibt es immer mehr Flüchtlinge. Die geflüchteten Frauen kommen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern, und die Gründe ihrer Flucht sind individuell. In unserer Beratungsstelle lösen die Berichte von Frauen über ihre dramatische Flucht nach wie vor Betroffenheit aus. Die Frauen sind traumatisiert von der lebensbedrohlichen Flucht und wirken oft erschöpft sowie erstarrt. Die Beratung ist vor allem hinsichtlich der sprachlichen Verständigung sehr problematisch. Das Klären des Anliegens, sei es am Telefon oder vor Ort in Begleitung ihrer Kleinkinder gestaltet sich für uns schwierig. Wer kann übersetzen? Welche Sprache sprechen die Frauen? Es ist wichtig, dass der/die Übersetzer*in für diese Gespräche geschult ist. Vor allem bei der Konfliktberatung ist ein geschulte(r) Übersetzer*in hilfreich. Die Beratung mit professionellen und nicht professionellen Übersetzer*innen verändert die Beratungsarbeit und stellt dadurch eine besondere Herausforderung dar. Die Beratungsgespräche als solche sind zeitintensiver.</p>



<p>Die Beratung über soziale Hilfen in der Schwangerschaft umfasst einen hohen Anteil unserer Beratungsarbeit. Dazu gehört außerdem die Vergabe von Geldern aus der Bundesstiftung und aus dem Verhütungsmittelfonds.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Heike Flink</strong><br>Beraterin</p>
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		<title>Würdige Bestattung für Sternenkinder</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 13:33:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kindsverlust]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn sie vor, während oder kurz nach der Geburt sterben: Sternenkinder haben ein Recht auf eine würdige Bestattung.Auf dem Gräberfeld der katholischen Gemeinde St. Pankratius am Worringer Bruch können Sternenkinder unabhängig von Konfession oder Wohnort der Eltern bestattet werden.Auch auf anderen Friedhöfen gibt es solche Bestattungsorte für Sternenkinder.Über St. Pankratius gibt es Informationen unter https://einsternenkind.wordpress.com oder [&#8230;]</p>
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<p>Auch wenn sie vor, während oder kurz nach der Geburt sterben: Sternenkinder haben ein Recht auf eine würdige Bestattung.<br>Auf dem Gräberfeld der katholischen Gemeinde St. Pankratius am Worringer Bruch können Sternenkinder unabhängig von Konfession oder Wohnort der Eltern bestattet werden.<br>Auch auf anderen Friedhöfen gibt es solche Bestattungsorte für Sternenkinder.<br>Über St. Pankratius gibt es Informationen unter <a href="https://einsternenkind.wordpress.com/">https://einsternenkind.wordpress.com</a> oder vom Pfarrbüro (Tel. 0221-1261400).<br>Anschrift des Friedhofes: <br>Heinrich-Latz-Straße,<br>50765 Köln-Roggendorf-Thenhoven.<br><br>Beitragsbild: Marita Heider</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Carola Blum</strong><br>Vereinsvorsitzende</p>



<p></p>
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		<title>Notfonds: Wer schnell hilft, hilft doppelt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 13:29:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerenberatung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diese alte Weisheit war für uns einer der Gründe für die Einrichtung des Notfonds. In der Beratungsarbeit nimmt die soziale Beratung einen großen Raum ein. Viele Frauen haben finanzielle Nöte und erhoffen sich bei donum vitae Rat. Die „Bundesstiftung Mutter und Kind“ ist dabei eine große Hilfe. Die Stiftungsgelder sind für Schwangere gedacht. Sie können [&#8230;]</p>
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<p>Diese alte Weisheit war für uns einer der Gründe für die Einrichtung des Notfonds. In der Beratungsarbeit nimmt die soziale Beratung einen großen Raum ein. Viele Frauen haben finanzielle Nöte und erhoffen sich bei donum vitae Rat. Die „Bundesstiftung Mutter und Kind“ ist dabei eine große Hilfe. Die Stiftungsgelder sind für Schwangere gedacht. Sie können für Schwangerenkleidung, Baby-Ausstattung und Wohnungseinrichtung oder Mietzuschüsse ausgegeben werden.</p>



<p>Letztere können nur genehmigt werden, wenn die Hilfen über andere staatliche Stellen, z.B. das Jobcenter ausgeschöpft sind. 2019 konnten wir aus Bundesstiftungs-Mitteln 307 Anträge bewilligen. Im Durchschnitt sind das 500 bis 600 € pro Klientin. In der Regel dauert es zwei bis drei Wochen, bis das Geld ausgezahlt werden kann.</p>



<p>Die Situation und die Nöte der Frauen sind sehr unterschiedlich und hören mit dem Ende der Schwangerschaft nicht auf. Donum Vitae will gerade auch für Frauen, die sich für das Kind entschieden haben, nach der Geburt da sein und Hilfe anbieten bei Mietrückständen, Schulden, beim Alleingelassensein ohne Partner und so weiter. Der Vorstand erlebte immer wieder große finanzielle Sorgen der jungen Mütter. Um in diesen Einzelfällen schnell und unbürokratisch helfen zu können, schlug das damalige Vorstandsmitglied Josef Winkelheide die Einrichtung eines sogenannten „Notfonds“ vor. Nur, wie an das benötigte Geld kommen? Dank großzügiger Spenden einzelner Mitglieder und Förderer und äußerst sparsamer Haushaltsführung konnte dieser Fonds eingerichtet werden. Unser geistlicher Berater Pfarrer Peter Paul Marré machte uns auf die Stüsser-Stiftung aufmerksam, die uns seit 2008 regelmäßig unterstützt. Der Notfonds ist fester Bestandteil unseres Haushaltsplans und der Jahresrechnung. Einige Beispiele zeigen Ihnen, wie wichtig er ist.</p>



<p>Frau D. ist ungewollt mit dem zweiten Kind schwanger und denkt aus lauter Verzweiflung über eine Abtreibung nach. Das Paar hat bereits einen vier Monate alten Sohn. Die Familie lebt in der Wohnung seiner Eltern in einem winzig kleinen Zimmer. Verzweifelt bemüht sich das Paar um eine eigene Wohnung. Als die Frau kurz vor der Entbindung steht, kann das Paar endlich einen Mietvertrag unterschreiben. Sie erhalten vom Jobcenter aber zu wenig, um die Wohnung halbwegs einrichten zu können. Dafür erhält die Familie von uns eine einmalige Beihilfe.</p>



<p>Ohne jede Unterstützung</p>



<p>Frau K. ist Lehramtsstudentin in Köln, befindet sich bereits im Masterstudium und ist schwanger. Ihr Ehemann ist erst vor drei Wochen aus Ägypten gekommen. Bis kurz vor der Geburt des Kindes hat Frau K. einen Studentenjob und wird zudem von ihren Eltern finanziell unterstützt. Da diese weder mit der Schwangerschaft noch mit der Ehe einverstanden sind, stoppen sie jegliche Unterstützung. Zurzeit bezieht sie nur Kinder- und Elterngeld. Mit ihrem Status als Studierende hat sie keinerlei Ansprüche auf gesetzliche Leistungen. Nun muss sie einen Vorausleistungsantrag beim Bafög-Amt stellen, das sich das Geld dann von den Eltern wieder holen wird. Dieser Antrag ist sowohl ein emotionaler Kraftakt für die junge Frau als auch ein langwieriger Prozess von mindestens drei Monaten. Für diesen Zeitraum erhält sie die finanzielle Unterstützung von uns.</p>



<p>Frau G. und ihr Mann kamen zu uns in die Beratung, nachdem sie kurz zuvor in der 22. Schwangerschaftswoche ihre Zwillinge auf tragische Weise verloren hatten. Es gab einen großen Gesprächsbedarf bei den Eltern, die den Tod ihrer beiden geliebten und seit langem ersehnten Kinder verkraften mussten. Neben dem Tod ihrer Kinder war eine weitere Belastung, dass sie nicht genug Geld für die Beerdigung hatten. Der sehnlichste Wunsch der Eltern war, ihre Kinder würdig zu verabschieden. Hierzu zählte auch eine kleine Trauerfeier mit Angehörigen, deren Trauer ebenfalls sehr groß war. Hierfür erhielten sie unsere Unterstützung.</p>



<p>Die segensreiche Einrichtung „Notfonds“ wollen wir auf jeden Fall weiterführen. Wir danken allen sehr herzlich, die mit ihren Spenden dazu beitragen!</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Marie-Theres Ley</strong><br>stellvertretende Vereinsvorsitzende</p>



<p></p>
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		<title>Neue Wege zu den Frauen finden</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 13:26:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konfliktberatung und Abbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerenberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Über uns]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Frauen, Männer oder Paare nicht zur Beratung finden, müssen Berater und Beraterinnen zu ihnen kommen. Deshalb sind sie die Zielgruppe eines innovativen Beratungsansatzes von donum vitae e. V., der am 1. Mai 2019 unter dem Modellprojekt-Titel „HeLB – Helfen. Lotsen. Beraten.“ gestartet ist. Berater und Beraterinnen sollen den Weg zu ihren Klienten und Klientinnen [&#8230;]</p>
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<p>Wenn Frauen, Männer oder Paare nicht zur Beratung finden, müssen Berater und Beraterinnen zu ihnen kommen. Deshalb sind sie die Zielgruppe eines innovativen Beratungsansatzes von donum vitae e. V., der am 1. Mai 2019 unter dem Modellprojekt-Titel „HeLB – Helfen. Lotsen. Beraten.“ gestartet ist. Berater und Beraterinnen sollen den Weg zu ihren Klienten und Klientinnen finden und sich flexibel auf die jeweiligen Bedürfnisse der&nbsp; &#8211; vornehmlich weiblichen<br>&#8211; Zielgruppen einstellen. Dazu sollen sie neue Wege in der mobilen Beratung erschließen, neue Wege, sprachlich eine Brücke zu bauen, neue Wege in der digitalen Kommunikation alles, um den Zugang zu der Beratung, auf die alle Frauen ein Recht haben, möglichst niedrigschwellig zu gestalten. HeLB hat Frauen im Blick, denen aus vielerlei Gründen die Teilhabe am Hilfe- und Beratungssystem erschwert ist. Da sind zum Beispiel Frauen mit Migrationshintergrund, die sich nur schlecht im deutschen Gesundheitsund Beratungssystem zurechtfinden. Frauen mit einer psychischen bzw. Suchterkrankung, die keinen Weg aus der Sackgasse ihrer Nöte finden. Oder Frauen mit körperlichen, geistigen oder Sinnesbeeinträchtigungen, deren Mobilität eingeschränkt oder denen das Angebot der Schwangerschaftskonfliktberatung unbekannt ist.</p>



<p><br>Alle diese Gruppen werden von den herkömmlichen Angeboten der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung oft nicht erreicht. Angesichts der aktuellen Situation zu Zeiten der Corona-Pandemie ist der Weg in die Beratungsstellen zusätzlich erschwert.&nbsp;<br>Mit dem HeLB-Projekt stellt donum vitae sich der Herausforderung, neben der bewährten Präsenzberatung in den bundesweit mehr als 200 Beratungsstellen die „aufsuchende Beratung“ in unterschiedlichen Formaten weiterzuentwickeln<br>und in die weißen Flecken der Beratungslandschaft zu tragen. Dabei muss donum vitae nicht in jeder Hinsicht „das Rad<br>neu erfinden“, sondern kann Erfahrungen aus eigenen erfolgreichen Projekten einbringen.<br>Das Konzept der aufsuchenden Beratung wurde noch bis April 2019 im Modellprojekt „Schwangerschaft und Flucht“ erprobt. Es steht fest, dass sich dieses Beratungsformat dabei bewährt hat, die Zielgruppe der (schwangeren) Frauen mit Fluchterfahrung zu erreichen.<br>Im Modellprojekt „HeLB“ sollen die aus unterschiedlichen Gründen schwer erreichbaren Frauen und ihre Familien einen möglichst niedrigschwelligen Zugang zu Angeboten der Schwangerschaftsberatung erhalten. Das Ziel:<br>Chancengerechtere Teilhabe an den Angeboten des Hilfe- und Beratungssystems für Frauen, die nur schwer den Weg in die Beratungsstellen finden.<br>Seit elf Jahren beraten speziell geschulte Online-Beraterinnen und Berater als bundesweites Netzwerk, derzeit über ein spezielles eMail-Programm mit SSL-Verschlüsselung und per Chat. Im HeLB-Projekt werden nun weitere<br>Beratungsformate wie die Videoberatung eingesetzt. Ergänzt werden die digitalen Lösungen durch die Entwicklung zusätzlicher Wikihow-Angebote (eine Website für Tutorials) und Erklärfilme, die bei Bedarf abgerufen und in Beratungsformate eingebunden werden können.<br>An 23 Pilotstandorten, die an donum vitae Beratungsstellen angegliedert sind, werden unterschiedliche Zugangswege wie aufsuchende, mobile und digitale Formate erprobt und weiterentwickelt. Alle digitalen Angebote erfolgen unter Beachtung der Datenschutzund Schweigepflichtvorgaben. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Donum vitae Köln befasst sich intensiv mit dem Projekt und wird die Ergebnisse in seine Arbeit einfließen lassen.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Hans Ley</strong></p>
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		<title>Beratung per Videobild!?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[VitaeLeben]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 13:24:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinderwunsch]]></category>
		<category><![CDATA[Pränataldiagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerenberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Über uns]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2020 wird vielen von uns immer als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem, getrieben durch die Pandemie, auch zahlreiche digitale Werkzeuge in unserem Alltag einen festen Platz bekamen. Die Webcam an unseren Notebooks gab es schon lange, aber wer hat sie schon genutzt? 2020 wurden diese Kameras zusammen mit Videokonferenzsoftware für viele zu einem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>2020 wird vielen von uns immer als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem, getrieben durch die Pandemie, auch zahlreiche digitale Werkzeuge in unserem Alltag einen festen Platz bekamen. Die Webcam an unseren Notebooks gab es schon lange, aber wer hat sie schon genutzt? 2020 wurden diese Kameras zusammen mit Videokonferenzsoftware für viele zu einem quasi Standardkommunikationsmittel, mit dem man von Zuhause aus in Kontakt mit seinen Mitmenschen bleiben konnte. Auch für unsere Beratungsstelle wurde schnell deutlich, dass wir hier Möglichkeiten nutzen wollten, um Hilfesuchenden auch unter den schwierigen Bedingungen der Pandemie neben dem Telefon eine zusätzliche virtuelle Kontaktmöglichkeit zu bieten.</p>



<p>Die Arbeitsplätze unserer Beratungsstelle sind zwar gut mit IT-Technik ausgerüstet, eine Webkamera gab es allerdings noch nicht. Externe Webkameras, die man mit einem Stecker an den Computer anschließt, gab es dann auch leider nicht mehr so einfach zum Nachrüsten zu kaufen. Überall waren diese Kameras ausverkauft, und so dauerte es eine ganze Weile, bis wir beliefert werden konnten. Diese Zeit wurde von uns genutzt, um für uns ein eigenes Videokonferenzwerkzeug zu suchen und zu installieren.</p>



<p>Unser Beratungsraum und das, was in diesem besprochen wird, genießt bekanntlich einen hohen Schutz. Selbst Richter könnten nicht so einfach die Herausgabe von Details eines Beratungsgespräches verlangen. Was im analogen Bereich gilt, muss seine Entsprechungen auch im Digitalen finden. Die Nutzung eines Videokonferenzsystems wie z. B. Zoom, Skype, Google Meet oder Facetime usw. waren aus diesem Grunde nicht geeignet, da der Datenschutz bei diesen meist amerikanischen Unternehmen nicht ausreichend gegeben ist.</p>



<p>So sind wir auf die Software Nextcloud aufmerksam geworden. Mit dieser Cloudanwendung können wir über einen Server sicher und datengeschützt Beratungsgespräche als Videokonferenz abhalten. Die Software ist Open Source, das heißt, es steht jedem frei, die Funktionsweise der Software zu studieren. In diesem Sinne können wir sicher sein, dass keine Hintertüren verbaut sind, über die Inhalte der Beratungsgespräche an Dritte gelangen könnten. Nextcloud ist unter der GNU Lizenz AGPLv3 veröffentlicht, welche es auch jedem erlaubt, die Software ohne Lizenzgebühren zu kopieren und zu installieren. Ganz „kostenlos“ ist die Sache freilich für uns dann doch nicht, denn wir beauftragten eine Firma, für uns den nötigen Server zu betreiben und die Installation immer wieder zu warten.</p>



<p>Noch sicherer wäre es, wenn wir Nextcloud auf unserem eigenen Server, der in unserer Beratungsstelle steht, betreiben könnten, auf dem schon die sonstige IT für unsere Büros läuft. Dazu wären aber hier weitere Änderungen und Anschaffungen nötig, die nicht so schnell umgesetzt werden konnten. Je nachdem, ob wir auch nach der Pandemie die Möglichkeit haben wollen, eine Beratung per Videobild immer wieder mal anbieten zu können, werden wir entscheiden, ob wir mit dem Videokonferenzwerkzeug von dem momentan angemieteten externen Server auf unseren eigenen Server im Büro umziehen.</p>



<p><a></a>Unter normalen Bedingungen ist eine Beratung, in der unsere Beraterinnen den Hilfesuchenden physisch gegenüber sitzen, sicher in allen Belangen vorzuziehen. 2020 hat dazu geführt, dass wir nun aber einen weiteren Kanal für unsere Arbeit erschlossen haben. Das verbuchen wir positiv auf der Habenseite.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Jean Christopher Burger</strong></p>
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